Die simple 1:1 Regel

Im neuen Energiegesetz geht es um Subventionen. Alle spekulieren darauf, dass sie selber davon profitieren können. Die Gewerbler meinen, sie bekämen dann viele, viele Fränkli für den Bau von Sonnendächern, Windredli, Kleinkraftwerken, Biogasanlagen, weiss der Kuckkuck was alles. Sie übersehen das entscheidende:
Es gibt bei den Staatsausgaben eine simple 1:1 Regel. Für jeden Franken, den der Staat ausgibt für Schulen, Strassen, Spitäler, braucht er einen zweiten Franken, um diesen ersten Franken zu verwalten und um ihn einzukassieren.

Was kommt also heraus bei diesem neuen Energiesubventionsgesetz? Für je zwei Handwerker, die je 50’000 oder 60’000 pro Jahr verdienen, braucht es zwei Beamte. Ein andere genüber stehen also der Spengler und der Mechaniker mit einem 60’000 Franken Job und sein Arbeiter mit 50’000 pro Jahr einerseits und andererseits ein akademisch geschulter Besserwisser, der 120’000 Franken pro Jahr bekommt, um die Arbeit der Handwerker zu planen, zu reglementieren und der Bürolist, der 80’000 Franken bekommt, um die Arbeit der Handwerker zu kontrollieren, zu überwachen, zu sanktionieren.

Die Handwerker werden von morgens um 7 bis abends um 5 auf der Baustelle schuften und ihre Chefs werden bis 10 Uhr nachts Formulare ausfüllen, Bewilligungen einholen, Subventionen abrechnen und nebenbei auch noch all die Steuern zahlen, die es für die Finanzierung dieses Wahnsinnes braucht.

Das ganze schreit nach Sparen und Effizienzsteigerung. Man wird bei den Löhnen zu sparen suchen. Welche Löhne wird es treffen? Der akademisch geschulte Besserwisser zieht sich aus der Affäre. Der Bürolist macht ein paar Weiterbildungen und Diplömli und lässt sich zu einem 90’000 Franken Job befördern. Der Handwerker wird ersetzt durch einen deutschen selbständigerwerbenden, der mit 40’000 pro Jahr klarkommt. Sein Arbeiter wird durch einen Polen ersetzt, der wochenweise in die Schweiz kommt und auf der Baustelle im Schlafsack auf dem Maträtzeli pfuust und pro Tag soviel bekommt, wie der Arbeiter pro Stunde hatte.
Richtig, dann gibt es noch die flankierenden Massnahmen. Damit werden dann die linken akademsich gebildeten Besserwisser von der UNIA alimentiert und deren Bürolisten. Das Karussel beginnt von vorne.
Wer also ist so blöd und stimmt dieses Wochenende mit JA? Linke Ideologen und die allgegenwärtige parasitäre classe bureaucratique und noch die Hornochsen, die ihnen auf den Leim gehen.

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4 Gedanken zu „Die simple 1:1 Regel

  1. @Hansli
    Du brauchst nur den Jahresbericht zu lesen und merkst, dass es mit den 34 Personen nicht gemacht ist. Der Jahresbericht enthält Dutzende von Hinweisen auf Tätigkeiten, die andere erledigen müssen, um diese Subventionen beantragen, verteilen, bewilligen, nutzen, verwalten zu können. Das fängt mit dem Formulieren von Gesuchen an, geht mit Baubewilligungen, Verträgen, Rechtsanwälten weiter. Dann gibt es eine Aufsichtsbehörde (Bundesamt für Energie) und eine Revisionsstelle (KPMG), Stiftungsräte, etc.
    Die KEV war 338 Miilionen. Woher stammt das Geld, wieviel war nötig, um dieses Geld einzukassieren, zu bewilligen und zu verteilen? Die Schweizer machen sich etwas vor, wenn sie meinen, das allgemeine Geldumverteilen sei unter dem Strich ein Gewinn.

  2. Im Jahresbericht steht klar und eindeutig das 34 Personen (umgerechnet auf Vollzeitstellen 2015 ) für das KEV zuständig waren. Du hast keine Ahnung das Swissgrid als AG organisiert ist, und für das Stromnetz zuständig ist. Die KEV Gebühren werden so mit den normalen Netzgebühren, die so oder so anfallen, eingenommen. Man hat einfach ein rechtliche Konstrukt als KEV-Stiftung und die Ausführung durch Swissgrid. Das ist eine absolut ultraschlanke Organisation. Aber eins ist klar, jede Stiftung hat einen Stiftungsrat (das sin einige Sitzung pro Jahr) und ein Geschäftsstelle (bei diese Grösse vermutlich Vollzeit) und eine Revisionsstelle (das hat jeder Verein). Die Aufsichtsbehörde ist auch noch da, wenn das KEV nun teils abgeschafft wird. Was willst damit sagen?

    Alles andere wird durch die Gesuchsteller übernommen. Planung, Anträge etc..

    Aber eins ist klar, wenn Dir die KEV Abgabe zu teuer ist. Dann willst billigen Kohlestrom Importieren.

  3. @Hansli
    Ich denke, Du hast den Witz von dem ganzen verpasst: Viele Schweizer meinen, bei der Geld-Umverteilungsmaschinerie des Energiegesetzes könnten sie finanziell profitieren. Die Wahrheit ist a) dass sie die Rechnung am Schluss selber bezahlen, b) dass jede Geldumverteilung enorme Verwaltungskosten nach sich zieht, die mit dem eigentlichen Gesetzeszweck nichts zu tun hat.

    Dass der Gesuchsteller einen grossen Teil der Verwaltungskosten übernimmt, macht die Verwaltungskosten nicht weniger. Es bedeutet einzig, dass die von im Geschäftsbericht genannten 338 Millionen gar nicht für die Bereitstellung nachhaltiger Energie verbraucht werden, sondern für die Verwaltung der Projekte, die vielleicht später einmal zur Bereitstellung nachhaltiger Energie führen könnten.

    Tut mir leid, den Elektrönli, die jetzt grad durch meinen Bildschirm fliessen, kann ich nicht ansehen, aus welchem Kraftwerk sie kommen. Sie haben keine Markierung.

    Für uns Schweizer sind deutscher Solarstrom und Windstrom am billigsten. Die Deutschen zahlen uns 0.5 Rappen pro Kilowattstunde, damit wir die subventionierte Überproduktion aus ihren Sonnendächli im Sommer abnehmen.

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