Unterschriftenbogen zum Referendum für die Einwanderungsbeschränkung

Der Unterschriftenbogen für das Referendum gegen die Umsetzung der vom Schweizervolk angenommenen MEI-Initiative ist zum Download bereit (einfach anklicken).
UPDATE: Neu Unterschriftenbogen des deutschschweizer Komitees.
Unterschriftenbogen für das REFERENDUM gegen die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative

Und noch auf Italienisch:
REFERENDUM circa la legge federale sugli stranieri (LStr)

Das Referendum gegen das von den eidgenössischen Parlamenten beschlossene Ausländervorranggesetz wurde von Nenad Stojanović ergriffen. Stojanović ist laut Bernerzeitung Tessiner, Politologe an der Universität Luzern und Mitglied der SP.

Unterschriftenbogen sind zudem direkt bei ticinoaperto@gmail.com zu haben.

Noch zu meiner Motivation:

Die Schweiz ist am Limit bei ihrem Versuch, immer mehr Ausländer zu integrieren. Wir verlieren den Überblick über die Pflichten, die wir in unserem eigenen Land haben und unsere eigenen Leute werden systematisch vernachlässigt, wenn sie in Schwierigkeiten kommen. Das ganze ist eine Frage der Prioritäten, wie wir das Geld einsetzen.

Neuerdings haben wir ja in der Schweiz auch noch für das Wohlergehen von irakischen Terroristen zu sorgen. Da bleiben dann nicht mehr allzuviele Ressourcen, um die 4000 jungen Menschen, die jedes Jahr als Folge eines Unfalles invalide werden, ordentlich in ihr Berufsleben zu integrieren. Davon singe ich in meinem anderen Blog mein Lied.
Item, ich bin mit der Weisheit meines Alters und mit all meiner Lebenserfahrung zur Überzeugung gekommen, dass die Schweizer gezielt auswählen müssen, wen wir in unserem Land haben wollen und wen nicht. Zu diesem Zweck haben wir vor bald drei Jahren den neuen Artikel für die Bundesverfassung beschlossen, nämlich mit der Masseneinwanderungsinitiative.

Die eidgenössischen Parlamente beschlossen in der letzten Session nun, dass in einem komplizierten, kostspieligen bürokratischen Verfahren zuerst allen bereits eingewanderten Ausländern eine Arbeitsstelle verschafft werden muss, bevor weitere Ausländer einwandern dürfen. Das nennt man „Inländervorrang light“. Hat mit uns Schweizer zwar nichts zu tun, aber es ist eine gängige Methode, wie die Journalisten das Stimmvolk einlullen und von der Wahrung seiner Interessen abhalten. Man nennt diese linken Verfahren der Tagesanzeiger-Presse auch „Desinformation“ oder Neudeutsch „fake news“.

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UPDATE 7. Jan. 2017: Zum Downlaod ist neu die Version des Unterschriftenbogens des deutschschweizer Komitees.

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15 Gedanken zu „Unterschriftenbogen zum Referendum für die Einwanderungsbeschränkung

  1. Das keine Ressourcen für die Arbeitsintegration von Behinderten bereitgestellt werden, war ein Volksbeschluss. . http://www.20min.ch/schweiz/news/story/23238918

    Das nur ein kleiner Teil des MEI, der Inländervorrang nur ansatzweise umgesetzt wird, das haben alle geschrieben, auch der Tagesanzeiger.
    Dass die MEI nicht umgesetzt wird, das war von Anfang an klar. Das Parlament ist nicht dazu verpflichte, da wir kein Verfassungsgericht haben. Denn die Umsetzung hätte die Arbeitslosigkeit von hundertausenden zur Folge. Ausser ein paar Rechtsnationalen hätte niemand Freude daran.

  2. @Hansli
    Dein Link zeigt auf einen Artikel zur 5.IV-Revision. Die Invalidenversicherung hat eigentlich nichts mit der Frage nach der Rehabilitation von Unfallopfern zu tun. Der Ball liegt bei der SUVA.

    Die SUVA führt die Statistik für die obligatorischen Unfallversicherer der Schweiz. Pro Jahr werden in der Schweiz 4000 UVG-versicherte junge Menschen unter 30 Jahren invalide als Folge eines Unfalles. Ziemlich genau die Hälfte davon hat eine Hirnverletzung erlitten. Nur ein ganz kleiner Prozentsatz der Hirngeschädigten ist hinterher so schwer behindert, dass er nicht mehr arbeiten könnte. Die medizinischen Leistungen für Hirnverletzte sind rationiert. In der Schweiz gibt es nur für jeden zweiten Plätze in der Reha. Insbesondere für Akademiker und für Leute in kognitiv anspruchsvollen Berufen hat sich die SUVA flächendeckend geweigert, welche Anstrengungen auch immer zu unternehmen, um geeignetes Personal und Fachwissen in der Schweiz zu etablieren.

    Die SUVA braucht dazu keinen Volksbeschluss. Es ist in ihrem finanziellen Interesse, wenn Unfallopfer bestmöglich wieder in den Beruf integriert werden.

    Zum übrigen: Wir reden nicht von der Masseneinwanderungsinitiative sondern von einem vom Schweizervolk beschlossenen Artikel in der Bundesverfassung. Ich vermute, Du unterschätzt die Anpassungsfähigkeit der Wirtschaft in einem liberalen Staat.

  3. @Jürg In der CH besteht keine Zwang für Unternehmen einen Invaliden anzustellen. Das hat das Volk so beschlossen, die Linken wollten das ändern. Akademische Stellen kannst dann gleich vergessen, das funktioniert kaum. Je nachdem kann man eine Stelle als Sachbearbeite haben.

    Um die Wirtschaft mach mich mich keine Sorge. Man kann dann den Betrieb und die Arbeitsplätze auslagern und noch einen Steuersitz in der CH haben. Das ist kein Problem. Die Frage ist oben der Schweizer noch einen Arbeitsplatz hat.

  4. @Quoten funktionieren nicht. Ein Krüppelquote wäre so ziemlich das dümmste, mit dem die Linken noch kommen könnten.
    Bevor ein Behinderter überhaupt angestellt werden kann, muss genug gut rehabilitiert sein, dass er trotz seiner Behinderung in seinem Beruf etwas zu leisten vermag. Die SUVA hat sich für einen anderen Weg entschieden. Ihr Weg ist der Vernichtungskrieg gegen alle, bei denen man keine raschen Erfolge prognostiziert. Reha nach Hirnverletzungen geht von der Sache her nicht rasch.

  5. Einen Invalider zu beschäftigen bedeutet meistens für das Unternehmen draufzulegen. Das ist nun einmal bittere Wahrheit. Die ich auch selbst erlebt habe. Das einzige was funktioniert sind einfachere Arbeiten die keinen Termindruck haben. Aber diese Arbeiten existieren praktisch nicht mehr , das ist entweder automatisiert oder ausgelagert.

  6. @Hansli
    Das kommt auf die Art der Behinderung. Wesentlich in der Reha ist, dass der Betroffene a) lernt seine Behinderung in ihren Auswirkungen möglichst genau einzuschätzen b) Abläufe einübt, die ihm erlauben, trotz seiner Behinderung die Aufgaben zu lösen, die er sich stellt. Man nennt das „coping“-Strategien.

    Was soll das von wegen „Termindruck“? Jeder Auftrgnehmer, jeder Angestellte, der einen Termin vereinbart, muss sich im voraus Rechenschaft ablegen über den Arbeitsaufwand und über die ihm verfügbaren Ressourcen. Genauso kann ein sorgfältig rehabilitierter Behinderter seinen Ressourcen korrekt einschätzen und anhand des Arbeitsaufwandes den Termin im voraus angeben.

    Die Frage wäre dann noch die nach der Kommunikation: Kann sein Chef die Ressourcen seines Angestellten einschätzen? Aber das muss er so oder so können, auch bei gesunden Angestellten.

    Schlampige Planung unfähiger Chefs, fehlendes Vorausdenken, ist übrigens auch der Grund warum viele Arbeitgeber meinen, sie müssten nach Belieben im Ausland rekrutieren können.

    Die Einwanderungsbeschränkung wird die Arbeitgeber zwingen, wieder vorauszudenken, betriebsintern weiterzubilden, sich um das Personal zu bemühen, das man hat.

  7. Der Chef hat damit nichts zu tun. Auch nicht die Planung. Aber die ursprüngliche Planung kann bereist mit dem nächsten Mail Makulatur sein. Z.Bsp. werden Zusatzaufgaben vom Kunden in Auftrag gegeben (ohne Endverschiebung Termin), neu Projekte führen zu Überstunden, Du bist auf andere Angewiesen die nicht liefern, etc. Im Ingenieur- und Umweltbereich muss man dann noch mit dem Wetter und Einsprachen umgehen.
    Eine Akademikerstelle mit planbarer Arbeit existiert nicht. Die einzigen planbaren Stellen sind einfachste Sacharbeiterstellen in einem grösseren Unternehmen. Aber diese Stellen verschwinden oder die Arbeitsgeschwindigkeit wird dermassen erhöht, dass kaum ein Invalider mithalten kann.
    So wie Du über die Chefs schriebst, klingt das nach einem linksextremen der gerade die kommunistische Planwirtschaft wieder einführen will. Dort konnte man vorausplanen, da in 5 Jahresplänen die Produktion vorgegeben wurde. Da wusste man in drei Jahren brauche ich diese Anzahl Arbeiter.
    In der Schweiz wird seit Jahren in allen technischen Bereichen zu wenig Nachwuchs ausgebildet. Jetzt mit der Rentenwelle der Babyboomer, wird der Fachkräftemangel weiter verschärfte. Da gibt es nichts auszubilden, wenn das keiner machen will.
    Kein Betrieb kann zudem jemand zu etwas ganz anderem ausbilden. Aus einem Bankangestellten mit KV-Abschluss, dessen Job gerade ausgelagert wird, aus dem wird kein Jurist etc..

  8. @Hansli
    Ob ein Chef die Arbeit von 100% arbeitsfähigen umdisponiert oder diejenige von 20% arbeitsfähigen ist kein Unterschied. Die Frage ist die nach der Kommunikation. Auch sehe ich nicht ein, warum ein Lieferant sich darauf einlassen soll, wenn der Kunde nach Belieben einfach per mail neue und abgeänderte Aufträge erteilt, ohne sich nach Terminmöglichkeiten zu erkundigen.

    Ich bin hier im Kanton Bern zuhause. Da werklen abertausende von Akademikern in Staatsstellen, die nicht einmal Termine für ihre Arbeit kennen. So etwas gibt es nicht bei der classe bureaucratique. Wenn die Fräulein Kunsthistorikerin vom kantonalen Denkmalschutz meint, sie könne erst nächsten Monat vorbeikommen und im Anschluss an die Besprechung findet, sie habe grad anderes zu tun, dann kommt ihr Mitbericht zur Baubewilligung halt erst nächste Ostern oder auch im Juni oder auch nach den Sommerferien und danach soll der Bauherr selber weiterschauen oder auch nicht.

    Solche Leute gibt es hier in allen Chargen in der ganzen Verwaltung, bei den Versicherungen, in den Justizbehörden. Ich nehme an, im Kanton Bern ist mindestens 20% der akademische ausgebildeten Arbeitnehmer frei von Terminverpflichtungen. Die werkeln einfach drauflos, verbringen ihre Existenz zwischen Computerbildschirm, Telefonhörer, Photokopierer und Kaffeemaschine..

  9. Wenn Du nicht einsiehst warum ein Kunde nach Belieben Aufträge abändern ohne den Termin anzupassen. Dann hast du ehrlich gesagt in der Privatwirtschaft nichts zu suchen. Wir sind in einer Dienstleistungsgesellschaft wo der Kunde an erster Stelle kommt. Viele arbeiten mit Jahresarbeitszeiten (Akademiker praktisch hundert 100%, Handwerker ebenso). Wenn Aufträge hereinkommen werden die abgearbeitet. Dafür kann man sonst irgendwann frei nehmen. Oder man häuft hunderte Überstunden an, was auch bei vielen der Fall ist. Einem Kunden ist egal wie der Betrieb organsiert ist, er will einfach sein Auftrag zum Datum X. Da wo ich arbeite ist dieses Datum gar nicht verhandelbar. Wir geben auch zu jeder Anfrage eine Offerte ab, müssen bei der Zusage halt Überstunden leisten. Wer zu oft keine Offerte einreicht, der wird einfach nicht mehr berücksichtigt. Daher wird eine nur im äussersten Notfall keine Offerte eingereicht.
    Bsp. für die Planbarkeit: Nach Plan arbeite ich nächste Woche meine offizielle Arbeitszeit, aber nur eine Offertanfrage und ich kann wählen. Die geplante Arbeit liegen lassen oder Überstunden. Die Planbarkeit der Arbeit ist nur grob möglich. Flexibilität ist das wichtigste.

    Was Du den Staatsangestellte vorwirft ist unter der Gürtellinie. Kennst Du den Terminplan dieser Frau? Du bist nicht der einzige. So alle beim Staat haben einen Terminplan der voll ist, und alle wollen das ihr Anliegen sofort bearbeitet wird. Das ein Akademiker beim Staat frei von Terminverpflichtungen ist, ist ein frei erfunden Lüge. Mir ist noch keiner Begegnet dessen Terminkalender nicht überfüllt ist. Wobei dann noch die Planbarkeit gegen null geht. Gerade im Kanton Bern ist der Staat zudem soweit ausgehungert, das er seinen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Heisst das die Bearbeitung wegen Personalmangel sich verzögert.
    Der Staat über den Du lästerst ist aber ein sozialer Arbeitgeber und jemand der Invalid wird, der bleibt weiterhin angestellt. Heisst aber nicht, dass ein Invalider neu angestellt wird.

  10. Ein Unternehmer, der zulässt, dass seine Kunden jederzeit, nach Belieben, ohne Rücksprache und ohne sich mit Terminen zu befassen ihre Aufträge abändern, der hat zwei Möglichkeiten: Entweder er ist absolut sackteuer, mit einem Honorar ab 1000 Franken pro Stunde. Oder aber er ist profillos, wird nach Strich und Faden ausgenutzt, geht Gaunern auf den Leim, kann die Hälfte der Rechnungen nicht eintreiben, weil die „Kunden“ jede Sorte Ausrede aufbieten, verliert den Überblick über sein Geschäft, verliert seinen guten Ruf und geht Konkurs.

    Sorry, jedes funktionierende Geschäft beruht auf klaren Abmachungen, dazu gehört die Definition des Auftrages und die dazugehörigen Termine.

    Beispiele, die sich nicht an diese Grundregeln halten, findet man regelmässig in der Informatikindustrie. Wir hatten in den letzten 8 oder 10 Jahren zahllose grosse Skandale mit der Beschaffung von Informatiklösungen beim Bund und mehreren Kantonen. Diese abgebrochenen Beschaffungen können auf diese Art von schlampiger Kommunikation zwischen Kunde und Auftraggeber zurückgeführt werden.

    Ein Grund, warum SAP sackteuer ist und irrsinnig Geld verdient, ist genau, dass die Auftraggeber ständig neue Ideen haben und die Projekte abändern. SAP lässt sich darauf ein und treibt die Kosten in die Höhe und Kunden wie zum Beispiel die schweizerische Post zahlen jeden Preis dafür. Alle sind entweder zufrieden mit SAP oder aber so abhängig, dass sie sich nicht losmachen können. SAP ist nur eines nicht: Es ist nicht billig oder „konkurrenzfähig“ bei den Preisen.

    Ich selber habe noch nie einen Auftragnehmer erlebt, dem man nach Belieben einfach neue Arbeiten nachwerfen kann.

    Der Kanton Bern braucht für dieselben Aufgaben ungefähr dreimal so viel Personal wie alle anderen Kantone. Die Erziehungsdirektion hat 800 Vollzeitstellen aufgeteilt auf 1000 Personen, die nichts zu tun haben, ausser die Volksschule zu verwalten. Kein anderer Kanton hat soviel Personal, das nichts zu tun hat ausser Personal zu verwalten und zu dirigieren.

    Das hat sehr viel mit der Tiefe der Hierarchien zu tun. Wenn man fünf oder sechs Hierarchiestufen übereinnandertürmt, dann schäfferlet jeder nur noch nach Schema, was man immer so gemacht hat und keinem fällt es ein, irgend eine Aufgabe zu erledigen oder nachzuschauen, ob die Aufgabe erledigt. ist.

    Nein, der Kanton Bern ist nicht ausgehungert. Der Kanton Bern hat immer noch viel zu viel Geld und hat es nicht nötig, seine Aufgaben zu erledigen. Den Bernern ginge es wesentlich besser, wenn man dem Kanton die 1.3 Milliarden wegnehmen würde, die er jedes Jahr über den Nationalen Finanzausgleich abzockt. Dann müsste sich nämlich die Kantonsverwaltung den realen Aufgaben zuwenden, anstatt sich immer nur in ihrer eigenen Existenz zu suhlen.

  11. Das Aufträge abgeändert werden ohne den Termin zu ändern ist so gut wie Alltag. Denn jede grösser ein Projekt, desto eher können Überraschungen auftreten, die man zu Beginn nicht sehen konnte. Klar wird oft auch schlecht geplant. Mehrheitlich ist jedoch nicht alles vorhersehbar. Daher wird ein Terminplan immer für den Optimalfall geplant. Aber als Auftragnehmer freut einen das natürlich. Denn das gibt Zusatz aufwand, ohne dass man dafür offerieren muss. Bei den Tagessätzen in der IT wird es dann schnell teuer. Aber das der Termin nicht verschoben ist klar. Denn je nach Projekt wird es dann für den Kunden richtig teuer. Wird zum Bsp, ein Kraftwerk erneuert kostet der Produktionsausfall pro Monat schnell einmal mehrere hunderttausend Franken, da werden entsprechend keine Verzögerungen akzeptiert. Das ist absolut Normal.

    Die Grundregeln der Marktwirtschaft ist, dass der Kunde seinen Auftragnehmer aussucht. Da spielt ganz einfach die Konkurrenz. Wenn Du einen Kunden vergraulst, dann kommt er nicht mehr. Wenn man einem Kunden aus der Patsche hilft und den Termin trotzdem einhält, dann hat man einen glücklichen Kunden. Wer das nicht macht, der wird nie mehr um eine Offerte angefragt.

    PS: Der Kanton Bern liegt betreffend Verwaltung im Bereich der anderen Kantone. https://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwj09L7s56HRAhXBXBQKHW6-DDkQFggiMAE&url=http%3A%2F%2Fwww.badac.ch%2Fdocs%2Fpublications%2F2014%2FAG_2014_Hintergrundinformation_Schlanke_und_effiziente_Verwaltung_im_Kanton_Aargau-.pdf&usg=AFQjCNHLbQsSWPq_KhO0AZKIjvHMHefLdA&bvm=bv.142059868,d.d24

    Bei den Bildungsausgaben ist der Kanton zudem recht tief.

    Kostentreibend im Kanton Bern sind halt die ländlichen Subventionsgebiete. Wenn Du dort einmal den Stecker ziehen willst, dann würde ich das als Zürcher begrüssen. Aber Grundsätzlich spart der Kanton BE beim Natur- und Umweltschutz. Da werden dauernd Stellen gestrichen und auch die Budgets für Massnahmen.

  12. @Hansli
    Dass die ländlichen Subventionsgebiete im Kanton Bern kostentreibend seien, haben Jahrzehnte rot-grüner Kantonsregierungen als Gerücht gestreut, um die parasitäre Vetternwirtschaft des SP-wählenden Beamtentums kaschieren zu können.

    Erstens sind die Landwirtschaftssubventionen nur zu einem ganz kleinen Teil vom Kanton, sondern kommen vom Bund.
    Zweitens wohnt der grösste Teil der gut verdienenden „städtischen“ Bevölkerung auf dem Land und pendelt in die Stadt.
    Drittens zahlt der gesamte Kanton Bern über ein ausgeklügeltes System von Kassen und Kässelein Geld in die Stadt Bern hinein, so dass die den Anschein erwecken kann, als hätte sie einen Überschuss an Geldzahlungen.

    Einen Behinderten kann man in einem akademischen Beruf genau gleich einplanen wie jede Teilzeitangestellte auch. Wenn er gut rehabilitiert ist, kann er Angaben machen darüber, welches Arbeitspensum er pro Woche zu leisten vermag und wieviel Zeit er dafür braucht. Er wird vielleicht sagen, dass er 40% arbeitsfähig ist und für diese 40% 3 Tage Zeit braucht.

    Mir ist klar, dass er es damit nicht in die Kaderposition schafft, wo Überstunden nicht separat abgerechnet werden und Teil des normalen Lohnes sind. Bei Haftpflichtschäden wird das in der Rechtsprechung des Bundesgerichtes so eingerechnet unter dem Titel „verminderte Vermittelbarkeit“. Dabei werden statistische Annahmen über die zukünftige Einkommensentwicklung getroffen. In meinem Fall wurde die Entschädigung berechnet anhand der Restarbeitsfähigkeit. Danach wurde diese Entschädigung um einen Viertel erhöht wegen der verminderten Vermittelbarkeit.

    Dein Argument, dass Zusatzaufwand als Folge von geänderten Anforderungen sowieso immer anfällt und auch separat verrechnet wird, stellt einfach einen zusätzliche Planungsaufgabe an den Auftragnehmer. Er muss bei Projektbeginn abschätzen, ob er 20% oder 40% Personalreserve braucht für das Projekt. Er muss diese Reserve einkalkulieren, egal ob seine Leute 40% oder 160% leisten. Allerdings ist auch klar, dass kleine Betriebe weniger Spielraum diesbezüglich haben, während in grösseren Betrieben der Koordinationsaufwand grösser wird. Mich würde interessieren, ob es diesbezüglich eine optimale Betriebsgrösse gibt.

  13. Die Rechnung mit den Kosten ist ziemlich einfach: Je dünner die Besiedelung desto höher die Ausgaben pro Kopf. Die gesamte Infrastruktur Strasse, Strom, Telefon, Trink- und Abwasser verteilt sich auf weniger Köpfe. Das sind einerseits die Unterhaltskosten und dann die Kosten für den Neubau alle xy Jahre. Dazu kommen dann im ländlichen Raum überproportional viele Flur- und Forststrassen. Diese Kosten explodieren zusätzlich mit der Anzahl nötiger Kunstbauten in schwierigem Gelände. Das Steueraufkommen in den meisten ländlichen Gemeinden genügt nicht um das zu bezahlen. Das wir uns die flächendeckende Besiedelung oder anders gesagt die Zersiedelung leisten können, ist einzig und allein unserem Reichtum und dem Willen dies zu subventionieren zu verdanken. Ich habe das in diesem Ausmass in keinem anderen Land der Welt gesehen. In keinem anderen Land hat man das Geld oder den Willen dazu. Entweder sind solche Regionen nicht besiedelt, oder die Leute wohnen erbärmlichen Verhältnissen ohne grosse Infrastruktur.

    Wer mit Personalreserven plant, der ist pleite. Man plant immer am Limit. Das andere wird mit Überstunden abgearbeitet. Werden dauerhaft so viele Überstunden angehäuft, dass sich damit jemand anstellen liesse, dann kann man sich Gedanken machen jemand neu anzustellen. Oder man gibt Aufträge an Subunternehmer.
    Ich arbeite zudem im Umweltbereich. Da sind Projektunterbrüche Alltag (vor allem Einsprachen, Witterung, Gemeindeabstimmungen). Da wird mit einer mehr als 100%-Arbeitsbelastung gerechnet, da immer wieder Projekte unterbrochen werden. Zudem wird so jeder Auftrag angenommen, die Gründe habe ich bereits erklärt. Das sind meist kleinere Projekte die irgendwie bewältigt werden müssen.
    Als Akademiker arbeitet man zudem in einer Stelle mit Verantwortung und auch als Spezialist. Da kann nicht einfach jemand anders übernehmen. Da ist man verantwortlich für Projekte und wenn man nicht da ist, dann bleibt die Arbeit liegen. Wir haben auch Projektleiter die z.Bsp. 60% arbeiten. Das kann aber sein das derjenige auch einmal ungeplant 100% arbeiten und um das nachher bei Flaute zu kompensieren oder mit Ferien (oft Jahresarbeitszeit). Ferien sind zudem leicht vermittelbar. Wenn ein Kunde anruft für ein dringendes Projekt, für eine Offerte und einen bestimmten Projektleiter verlangt, dann kann dieser nicht nein sagen. Das kommt sehr schlecht an. Wenn aber derjenige in den Ferien ist, dann hat der Kunde dafür Verständnis. Falls es doch nicht so dringen ist, dann kommt er halt mit dem Projekt nach Ferienende. Die Offerte ist dann allerdings verloren. Aber der Kunde ist nicht verärgert und wird später bei anderen Projekten wieder eine Offerte anfordern. Das ist rein psychologisch. Jemand kann nicht da sein, kein Problem, aber eine Abweisung erträgt er nicht.

    Ob gross oder Kleinbetrieb spielt keine Rolle. Alle planen ohne Reserven. Reserven sind schlechte Planung und finanziell nicht tragbar.

  14. Das ist eigentlich noch immer kein Argument dagegen, warum Leute mit eingeschränktem Arbeitspensum nicht mitarbeiten können. Wenn einer sagt, er könne 40% leisten, dann macht man mit ihm einen 30% Arbeitsvertrag und lässt ihn 10% Überzeit nach Bedarf leisten. Der Behinderte, bzw. die Teilzeitmutter, etc. muss im voraus abschätzen können, wie flexibel er seine Arbeitsfähigkeit einzusetzen fähig ist. Das ist die Aufgabe einer funktionierenden Reha. Falls es nicht geht, hat die Reha versagt, oder der Behinderte sucht eine Stelle beim Staat.
    Niemand erwartet im Ernst, dass Beamte aufspringen und extra leisten, jedenfalls nicht im Kanton Bern (oder höchstens im Katastrophenfall).

    Kommt mir grad noch die Frage in den Sinn: Gibt es private Umweltberater, die zu Katastrophen aufgeboten werden?

  15. Zur Frage: Nein. Bei Katastrophen, heisst Schadensfall mit Verzeigung darf soweit ich weiss bereits gesetzlich kein Privater aufgeboten werden. Private können einzig als Gerichtsgutachter arbeiten.

    Einer der 40% arbeiten kann, wird kaum zu einem Lohn von 30% arbeiten wollen.

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