Der Pate.

Die akademische Studienwelt wird grad von der grossen Geschichte um die gekauften Master- und Doktorarbeiten aufgewühlt. Die HSG St. Gallen hat Strafanzeige gegen unbekannt eingereicht. Fürsprecher Dr. iur Christoph Pappa, Generalsekretär reichte namens der Uni Bern eine Strafanzeige gegen die Firma Acad Write aus Kloten ein.

Überhaupt nicht verwundert bin ich ob der Feststellung, dass bei den Jus-Studenten jeder zweite seine Masterarbeit einkauft. Mir fällt seit vielen Jahren schon auf, dass Richter und Bernische Verwaltungsjuristen auf jedwelche intellektuellen Eigenleistungen verzichten. Das ganze wird immer schlimmer. Sie kopieren was das Zeug hält, meistens ohne überhaupt die Quellen zu erwähnen. Immer wieder stosse ich zufällig auf die Quellen von solchen Plagiaten.

Zu wundern braucht man sich nicht weiter. Juristerei studieren diejenigen Maturanden, die für nichts wirklich begabt sind und den Gymer vor allem mit ihrem Fleiss schaffen. Das war zu meiner Zeit so und meine jungen Studienkollegen an der ETH bestätigen, dass das auch heute noch so ist.

Einer der wenigen Juristen, die mit wirklich originellen und sehr eloquenten Schriftsätzen brillieren und dabei minutiös ihre sämtlichen Quellen dokumentieren, ist der erwähnte Dr. iur. Christoph Pappa. Ungefähr zweimal pro Jahr zieht er mit einer mehrseitigen Schimpftirade über mich her. Diese Tiraden sind immer neu gestaltet, atemlos, dass man es vor lauter Spannung fast nicht aushält, was da wohl noch kommen möge. Es sind richtige Thriller, in denen man im Bett noch schmökert, bevor man sich endgültig zum Schlafen auf die Seite dreht!

Keine von Christoph Pappas Tiraden ist kürzer als zwei eng mit Maschine beschriebene Seiten. Sie finden sich regelmässig in den Beschwerdeantworten, die er namens des Rektors der Universität Bern an die Erziehungsdirektion, an das Verwaltungsgericht und neuestens auch an das Bundesgericht schicken muss. Vom Juristischen her sind diese Beschimpfungen vollkommen belanglos. Sie geben schlicht nichts her. Deren Zweck erschliesst sich mir nicht. Augenscheinlich geht es vor allem darum, Stimmung gegen mich zu machen und das Terrain für die weiteren rechtlichen Argumente zu bereiten.

Es ist nicht so, dass die juristischen Argumente aus Christoph Pappas Feder mir besonders stichhaltig vorkommen. Das spielt auch keine Rolle. Denn mit den starken Emotionen, die er mit seinen Tiraden geschürt hat, bindet er die Aufmerksamkeit der Gerichtsbehörden. Diese kopieren dann Pappas Argumente wörtlich. Die Verwaltungsjuristen tun nichts eigenes dazu, keine originären Überlegungen, aber sie kupfern Pappas Formulierungen ab, als wären es die ihren Ideen. Würde man die Urteile von Erziehungsdirektion und vom Verwaltungsgericht durch eine Palagiatserkennungssoftware laufen lassen, der Bildschirm würde blinken und plingen wie ein ulkiger Flipperkasten aus den 70er Jahren.

Ab und zu verfasst Christoph Pappa auch Schimpftiraden, die danach vom Rektor der Universität oder vom Dekan der phil-nat Fakultät unterschrieben werden. Als Chef des Rechtsdienstes verfasst er deren Schriften.

So erweist sich Dr. iur. Christoph Pappa, Fürsprecher und Generalsekretär der Universität Bern, als der Götti der Plagiateure in den Verwaltungen und als der ultimative ghostwriter für Schimpftiraden gegen meine Person. Ich denke nicht, dass unser Generalsekretär das wirklich will. Ich glaube nicht, dass die Uni etwas davon hat, wenn sie birenweiche Urteile geschenkt bekommt.

Die Gerichtsbehörden disqualifizieren sich leider selber mit ihren Plagiaten. Die Uni Bern braucht in vielen Dingen von aussen ihre Schranken gesetzt. Sie ist chaotisch, zerrissen, zur Reform unfähig. Da müssen die Impulse von aussen kommen. Wenn die Verwaltungsrichter auf eigenes Denken verzichten, so verschlampen sie die Gelegenheit, von aussen her Standards zu setzen.

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