Platt.

Ich bin plattgeschlagen. Unter Führung des Institutes für Pflanzenwissenschaften der Uni Bern hat ein Kollektiv von 51 Forschern, in Worten einundfünfzig Autoren und Coautoren herausgefunden, dass die Diversität quer durch die Organismengruppen zunimmt, während die Bewirtschaftung eines Graslandes ändert.

Hier wird das Rad neu erfunden. Diese Erkenntnis kann man in jeder ökologischen Monographie seit den 50er Jahren nachlesen. Das waren die Zeiten, als ein oder zwei Autoren sich für fünf Jahre ernsthaft der Sache widmeten und danach die Resultate ihrer Forschung präsentierten. Selbstverständlich gibt es dafür keine rasch auffindbaren Quellen im Web of Science. Immerhin wissen wir jetzt, wo sich der Ordinarius dieser Arbeitsgruppe während des Semesters so herumtreibt: Er muss networken, die Coautoren organisiert zusammenarbeiten lassen. Huch, ich wische mir den Schweiss von der Stirne.

Augenscheinlich hat man den Geldgebern belegen müssen, dass es die deutschen Biodiversitätsobservatorien noch braucht. Und weil man in Deutschland nicht mehr speziell daran interessiert ist, müssen die Schweizer Steuerzahler dafür geradestehen, dass deutsches Personal hier den Lohn kassiert, unsere Infrastruktur nutzt und in Deutschland forscht.

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