Schlechte Verlierer!

Gestern musste ich den Regierungsstatthalter ersuchen, die Vollstreckung eines rechtskräftigen Beschwerdeentscheides vorzunehmen. Man muss sich das vorstellen: Seit drei Jahren kommt das Dekanat der phil-nat Fakultät pünktlich auf jedes Frühjahrssemester hin mit einer neuen Ausrede, warum man mich nicht zuende studieren lasse. Vor drei Monaten hat die Rekurskommission der Universität Bern entschieden, dass ich 30 Monate bekomme, um meine Diplomarbeit fertigzustellen. Der Dekan der phil-nat Fakultät wird schon begriffen haben, dass er verloren hat, hochkant.

Was tut er, der Dekan der phil-nat Fakultät der Uni Bern? Er schreibt mir, dass man vorderhand überhaupt nichts tue und dass ich auch nicht betreut werde. Diese Meinung wird dann auch noch vom Rechtsdienst des Uni-Rektorates geschützt.

Der Regierungsstatthalter ist im Kanton Bern unter anderem für Zwangsmassnahmen aller Art, Dinge wie fürsorgerischen Freiheitsentzug, Baustopp bei unbewilligten Bauten oder eben in diesem Fall gegen die renitente Universität zuständig. Er kann zum Beispiel den säumigen Organen der Universität eine Busse androhen und aufsichtsrechtliche Massnahmen durchführen.

Ich fragte im Januar noch den Professor, der meine Diplomarbeit betreut um einen Besprechungstermin, wo ich den Stand meiner Arbeit vortrage. Wie gewöhnlich bekomme ich vom Inhaber des Lehrstuhls für Pflanzenökologie erst einmal keine Antwort. Das ist hier üblich. Man bekommt meist erst nach zwei bis drei Monaten und mehrerer Nachfragen Antwort. Dumm nur ist, dass meine 30 Monate seit 9. Januar am Laufen sind. Mir bleibt nichts übrig als zu drängen.

Mich erschüttert dann allerdings, dass der Dekan und der Rechtsdienst der Universität dieses säumige Verhalten auch noch decken.

Abgesehen davon: Ich bin mit einer riesigen Begeisterung an diese Universität zurückgekehrt, um meine Ausbildung zu vervollständigen. Mir bleibt nichts als der Eindruck übrig, dass fähige, begeisterte, engagierte, ausdauernde, umfassend ausgebildete Studenten an der Universität Bern a priori verdächtig sind.

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