Journalisten und Bruchrechnen!

Bernerzeitung von gestern lässt sich über den angeblich fürchterlichen finanziellen Verlust aus, den die schweizerischen Hochschulen wegen des Auschlusses aus dem EU-Förderprogramm erleiden. Definitive Zahlen sind für das FRP6 aus den Jahren 2002 bis 2007 verfügbar. Die Schweizerische Eidgenossenschaft verschob 794 Millionen Franken nach Brüssel. 775 Millionen Franken konnten die schweizerischen Hochschulen ergattern. Daraus macht der Berichterstatter aus der Bernerzeitung eine „Rückflussquote“ von 1.14. Ich nehme an, in der dritten Klasse beim Bruchrechnen entscheidet sich dann, ob man Naturwissenschaftler oder Journalist wird im Leben.

In früheren Jahren wurden vor allem Germanisten als Journalisten angestellt. Das waren die Zeiten, als Journalisten wenigstens noch ordentliche deutsche Sätze schreiben konnten. Heute wird Kreti und Pleti nach einem copy-paste Studium der Publizistik Journalist. Die können kein Deutsch und Bruchrechnen können sie schon gar nicht.

Wenn ich nämlich dividiere 794.5/775.3 so komme ich auf ein Resultat von 1.02 als Quotienten zwischen Einzahlung und Auszahlung aus dem Brüsseler Kässeli. Weil jetzt unsere Universiäten die Jammerlappen geben wollen, am grännen sind, weil sie nicht mehr in den grossmauligen EU-Germien mitmachen dürfen, schwafeln sie etwas von einem „Gewinn“ von 19 Kilotonnenfranken, die der Schweiz entgehen. Bei dieser Rechnung ist der Verwaltungsaufwand unserer hiesigen Forscher nicht dabei. Wieviel Zeit müssen sie aufwenden, um überhaupt an diese 794.5 Millionen heranzukommen? Wie gross ist der Aufwand bei der Gesuchstellung im Vergleich zu Gesuchen beim Nationalfonds? Wie werden die Forschungskredite hinterher abgerechnet? Wie gross ist der Verwaltungsaufwand, den der Forscher treiben muss, um seine Ausgaben zu belegen, die jährliche Buchhaltung den Vorgaben der EU-Bürokraten entsprechend einzureichen? Um diese Beträge mindert sich nämlich das für hiesige Forschung verfügbare Geld.

Diese verlorenen 19 Millionen machen im übrigen weniger aos 0.2% der öffentlichen Forschungsausgaben in der Schweiz aus. Wir sind im Bereich der Messfehler.

Es sind also nicht nur die Journalisten, die nicht rechnen können, sondern auch unsere Gränni-Bebé in den Universitätsrektoraten.

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