Trends.

Die Arbeitszeiten für die Bachelorstudenten im dritten Studienjahr am Institut für Pflanzenwissenschaften wurden an die reglementarischen Vorgaben angepasst. Die Studenten müssen bei einigen Kursen wesentlich weniger leisten pro Semester.

Ich bestreite vehement, dass diese Veränderungen etwas mit den Bemühungen meines Blogs zu tun haben. Mein Blog wird konsequent nicht gelesen, bis heute 15952 mal nicht und von niemandem.

Das Anpassung des Pensums heisst nicht, dass der Unterricht gründlicher oder vollständiger wird. Aber die Professoren geben den Studenten den Spielraum, sich selbständig weiterzubilden, in die Bibliothek zu gehen und selber zu lesen. Bisher wurde von ihnen viel zu hohe Arbeitsleistungen abverlangt, die weit über das reglementarisch vorgesehene hinausgingen. Schon nach dem zweiten Studienjahr pfiffen die meisten aus dem letzten Loch.

Die Studenten liessen sich das klaglos gefallen. Protestiert hat keiner. IMHO ist nie ein Studentenvertreter bei der Fakultät vorstellig geworden.

Die meisten Gespräche führte ich mit meinen jungen Studienkollegen, die um das Jahr 2008 mit dem Biologiestudium angefangen hatten. Dabei fiel mir auf, dass die Studienleitung in Biologie den Bachelorstudenten viel zu hohe Pensen abfordert. Ihnen werden in den ersten zwei Jahren des Bachelorstudiums Arbeitszeiten von 60 bis 70 Stunden pro Woche aufgehalst. Dafür bekommen sie am Schluss des Semesters 30 ECTS, von Reglementes wegen müssten es 40 oder 50 sein.

Bei mehreren Lehrveranstaltungen wurde letztes und dieses Jahr das Berichteschreiben abgeschafft. Das erfuhr ich gestern eher zufällig. Ich war dieses Jahr fast vollständig absorbiert mit dem Beschwerdeverfahren in Sachen Masterabschluss, so dass ich viele meiner Kontakte nicht pflegen konnte. Item, der Trend geht so, dass die Studenten für gleich viel Vorlesung, gleich viel Praktikum aber ohne das Berichtli am Schluss immer noch gleichviel ECTS bekommen.

Schaut man es von der reglementarischen Seite her an, so sind 1.5 ECTS für eine Semesterwochenstunde Vorlesung vorgeschrieben und 1.5 ECTS für zwei Semesterwochenstunden Praktikum. Beim Praktikum soll der Grossteil der Arbeit direkt an der Uni erledigt werden, während bei der Vorlesung zusätzliche Eigenleistung zuhause eingerechnet wird. 3 ECTS sind korrekt berechnet für einen Kurs von einem Nachmittag pro Woche, 13 bis 16 Uhr, wovon eine Stunde Vorlesung und zwei Stunden Praktikum. Da ist es gar nicht nötig, dass die Studenten in den Semesterferien noch zwei Wochen für die Ausarbeitung eines Berichtes mit Grafiken, Referenzen, detaillierter Beschreibung der Methode, etc aufwenden.

Dass solche Reformen etwas mit den Bemühungen dieses Blogs zu tun haben, bestreite ich vehement. Mein Blog wird nicht gelesen, schon gar nicht von Dozenten oder sonstigen Angehörigen der Universität. Mein Blog wurde schon mehr als 15’000 mal nicht gelesen. Ausser drei wagemutigen Ausnahmen bestreiten sämtliche meiner Gesprächspartner, je mein Blog zu lesen.

Ich bestreite ebenfalls, dass irgendeine von diesen Anpassungen mit meinem Beschwerdeverfahren zu tun haben. Ich habe in mehreren Stellungnahmen zuhanden der Rekurskommission die Zustände genaustens beschrieben und mit schriftlichen Belegen dokumentiert. Sowohl die Präsidentin der Studienkommission, wie der Dekan und die beteiligten Professoren, verrenken sich wo sie nur können, um nur ja nie zugeben zu müssen, wenn ich recht habe.

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