Hopp Ueli!

Wird langsam Zeit, dass sich die Politiker von den verdummenden Massenmedien emanzipieren. Jedenfalls kann ich unserem geschätzten Bundesrat Ueli Maurer nur gratulieren zu seinen deutlichen Worten. (Für die Wahrheit den Blick lesen, wie immer!) Die Leute vom Deutschschweizer Fernsehen sind Affen. Genauer kann man das gar nicht spezifizieren.

Zur Geschichte:

Bereits am Vortag hatte der Verteidigungsminister die Reporter vom Staatsfernsehen informiert, dass er vor der parlamentarischen Debatte über den Kauf des neuen Mehrzweckkampfflugzeuges nicht gestört und abgelenkt werden wolle. So wie das heutzutags üblich ist, meint das SF, man müsse vor Ort sein, die Stimmung anheizen, schweizerische Politik auf Personen reduzieren. Es ist nämlich nicht so, dass Ueli Maurer einen neuen Flieger kauft, sondern Du und ich kaufen diesen Flieger und zwar mit unserem Geld und wir reden mit, vertreten durch die Parlamentarier, die wir gewählt haben.

Dass wir eine Demokratie sind, die ernst genommen werden soll und nicht als Zirkusnummer vorgeführt werden will, das gilt nicht mehr weiter. Von den Medienmachern werden wir aus dem Publikum als verblödeter Pöbel angeschifft. Man zieht in der Nachrichtensendung die grosse Show ab, so als hätte man das aktuellste vom ganz neuen zu melden. Also muss ein Kameramann sein gläsernes Rohr vor Ueli Maurers Nase herumwedeln und sein Assistent das Gesicht mit grellem Licht blenden. Das ist dann aktuell und vor Ort „informiert“: Man war dabei, als der Bundesrat den Nationalratssaal betrat, mann oh mann!

Das ist einfach ein anderes Beispiel, eine Illustration zu dem, was uns Ökologen genau gleich immer von neuem in Schwierigkeiten bringt: Die Massenmedien ziehen Blödelshows ab und nennen das dann „Information“. Wenn wir dem Publikum eine wirklich wichtige Mitteilung machen möchten, kommen wir schlicht nicht durch. Wir Fachleute haben uns als Kulissenschieber zur Verfügung zu halten.

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3 Gedanken zu „Hopp Ueli!

  1. Wir kriegen halt wofür wir bereits sind zu bezahlen. Da wir dafür nichts mehr bezahlen wollen, werden Tageszeitungen immer mehr mit Agenturmeldungen gefüllt. Der eigentliche Journalismus wird reduziert auf reisserische Reportagen, die online möglichst viele Klicks produzieren. Denn da kann auf der Seite teuere Werbung platziert werden. Die Fernsehanstalten sind nicht besser, schliesslich entscheiden da die Zuschauerzahlen. Solange Bauer sucht Frau oder saufende Jugendliche hohe Einschaltquoten bedeuten, solange wird das geliefert. Entscheidend ist eben überall die Rendite. Zeitungen wie die NZZ, die versuchen sich dagegen zu stemmen, haben Probleme.

  2. Vielleicht wir das Pferd vom Schwanz her aufgezäumt: Wer soll noch Geld ausgeben für ein Zeitungsabonnement, wenn sogar 20Minuten sorgfältiger informiert?

    Jedenfalls gibt es bei mir ausser der Emmentaler Wochen-Zeitung nichts gedrucktes, was sich zu lesen lohnen täte.

    Die NZZ ist mir im Lokalteil viel zu sehr auf Zürich beschränkt. Damit kann ich dann auch nichts anfangen. Bei den Tageszeitungen bleiben für mich nur die Lokaltitel des Tagesanzeiger-Einheitsbreis übrig.

    Wenn ich alle paar Wochen bei meinen Eltern die gedruckte Ausgabe des Thuner Tagblattes lese, so werde ich nicht weniger angelogen, als wenn ich das gleiche online lese. Im Blick lese ich zwar regelmässig die Wahrheit. Ob im Fall das „Blick-Girl“ von heute Brusthaare mag, interessiert mich zu wenig. So genügt mir auch beim Blick die Gratis-Onlineausgabe.

    Bleibt noch die Weltwoche und ich gebe zu, dass ich die online lese mit dem Abonnement eben derselben Eltern. Die könnte ich ja abonnieren, damit der Roger ein bisschen mehr für sorgfältige Recherchen ausgeben kann.

  3. Naja, die Wewo hat als Propagandazeitung genug Sponsoring um die Defizite zu decken. Das ist von der Qualität her gesehen, der absolute Tiefstpunkt. Das ist reine Ideologie und was nicht reinpasst, wird passend gemacht. Ich habe die NZZ und den Tagi abonniert, als Nichtzürcher ist das allerdings wegen dem Lokalteil natürlich nicht wirklich interessant (vielleicht noch die NZZ).

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