Furchtlos.

Scheint’s schreibe ich sowieso immer alles grad in das Blog, was ich mit meinen Kollegen erlebe. Die Wahrheit ist, dass ich sehr viel Respekt vor privaten Angelegenheiten habe und noch nie Dinge ausplauderte, die mir persönlich und im privaten berichtet wurden.
Hingegen schreibe ich, ohne über die Konsequenzen nachzudenken, über persönliche Beobachtungen, die eine allgemeine Notwendigkeit wiederspiegeln. Das passt all denen nicht, die lieber verschämt mit den Füssen unter dem Küchentisch zusammenkehren, was ihnen beim Schmatzen aus dem Maul fällt.

Ich bin streng der Meinung, dass die Uni Bern die Pflicht hat, ihre jungen Studenten gründlich auszubilden, für den eigenen Nachwuchs zu sorgen. Zwar schreibe ich oft aus der Froschperspektive, aus der persönlichen Betroffenheit. Aber ich tue es dann, wenn ich denke, dass die jungen Studienkollegen von der Fakultät beschissen werden. Das ist mein Sinn von Gerechtigkeit.

Ich halte gar nichts von sesselfurzenden Konzeptschreibern in den Stuben der universitären Qualitätsicherungs-Mechatroniker, von besserwissenden Sätzedrechslern der offiziösen Websites, von den schmierigen spin doctors der bundesrätlichen Forschungspolitik. Meine Meinung mache ich ohne Zögern deutlich. Wer schlecht über mich denken will, hat es offensichtlich nicht begriffen. Wer schlecht über andere reden will, findet immer jemanden, den er schlecht machen kann. Was soll ich mich also kümmern um die Feiglinge, die hinter meinem Rücken reden und sich nicht wagen, hier an der Diskussion mitzumachen?

In der Literatur habe ich bisher einen allereinzigen Bericht über jemanden gefunden, der genau das gleiche Gefühl der vollständigen Furchtlosigkeit mit sich brachte, der ohne zögern, immer das Ziel ansteuerte: Die wikipedia bringt einen kritischen Überblick über das Leben von Wyatt Earp.

Famous lawman Bat Masterson described Wyatt in 1907:
„Wyatt Earp was one of the few men I personally knew in the West in the early days whom I regarded as absolutely destitute of physical fear. I have often remarked, and I am not alone in my conclusions, that what goes for courage in a man is generally fear of what others will think of him – in other words, personal bravery is largely made up of self-respect, egotism, and apprehension of the opinions of others. Wyatt Earp’s daring and apparent recklessness in time of danger is wholly characteristic; personal fear doesn’t enter into the equation, and when everything is said and done, I believe he values his own opinion of himself more than that of others, and it is his own good report he seeks to preserve… „

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2 Gedanken zu „Furchtlos.

  1. Schon gut, „Mr. Unverdrossen nach Bern Geschossen“ … aber der Wyatt Earp, der hat mit Kugeln geschossen und nicht wie Sie, mit Worten. Bei ihm stand das Leben anders auf dem Spiel, als bei Ihnen oder mir, gelle 😉

  2. Hallo Bühnengiesser, Willkommen in meinem Blog!

    In meinem anderen Blog finden Sie einen Eintrag, wo Sie ungefähr erahnen können, wieviel bei mir auf dem Spiel stand, als ich anfing, mit Worten zu schiessen. Es war nicht das nackte Überleben, aber immerhin die nackte Existenz.

    Wenn Sie sich mit der Biographie von Wyatt Earp beschäftigen, so merken Sie, dass sogar er 90% der Problemfälle mit Worten und nicht mit Kugeln unter Kontrolle bekam.

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