Agnus Dei.

Lamm Gottes, der Du erträgst das Böse in dieser Welt, erbarme Dich unser!
… gib uns Frieden!

Mittagessen im Farnhaus des botanischen Gartens: Einer meiner jungen Studienkollegen ist kurz vor dem Masterabschluss. Zuhause hat er Frau und Kind zu ernähren. Jetzt bittet er die Runde von Kollegen um Vorschläge für seine Stellensuche.

Meine Antwort ist kurz und bündig: Ohne solide Artenkenntnis, keine Chance. Ökologen, die in Bern ausgebildet wurden, haben null Chancen, ausser als Aktenschieber und Berichtli-Schreiber in irgendeinem Amt. Sie verfügen schlicht nicht über das nötige Können.

„Und jetzt, bitte noch etwas aufbauendes!“ ruft mein Kollege schmunzelnd, denn er kennt mich gut genug.
Ich verspreche, Links zu Stellenportalen in mein Blog zu setzen.

Dennoch bleibe ich bei meiner Warnung: Ohne das notwendige wissenschaftliche Grundwissen bekommt man sogar im Umweltbereich keine existenzsichernden Löhne. Die Uni Bern bescheisst ihre Ökologiestudenten nach Strich und Faden mit einem chaotischen Grundstudium, mit mangelhaft koordinierten Lehrinhalten und einem Aufbaustudium voll von Löchern.

Wo das Können fehlt, hilft nur noch beten.

Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, miserere nobis.
Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, miserere nobis.
Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, dona nobis pacem.

Für die Zusammenstellung der Links danke ich meinem treuen Leser Hansli. Ich habe sie in die linke Spalte gestellt.

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3 Gedanken zu „Agnus Dei.

  1. Für eine Familie reicht der Lohn in einem Ökobüro nicht und für einen Staatsjob ist meist ein PhD Voraussetzung oder einige Jahre Erfahrung als Projektleiter in einem Ökobüro (wobei die hier ebenfalls meist ein PhD haben). Fazit: Die Frau wird mehr verdienen, dabei ist so ziemlich egal was sie gelernt hat. Da wäre zumindest die alternative als Hausmann. Wenn man dem Einverdienerhaushalt will.

  2. Ich erinnere eine Zeit, wo Diplombiologen wesentlich mehr konnten, als heute ein Doktor der Naturwissenschaften (PhD) beherrscht. Sie waren in den Grundlagen des Faches vollständiger ausgebildet, sie waren gewohnt zu lesen, sie wurden angehalten, selbständig zu arbeiten und ihr Wissen zu entwickeln. Etliche von ihnen haben als erfolgreiche Geschäftsleute ihre eigenen Umweltbüros gegründet und eine treue Kundschaft aquiriert.

    Bei den Doktoranden von heute, wie ich sie zu sehen bekomme, fehlt es an allen Ecken und Enden. Sie merken nicht einmal, wenn sie von den Betreuern verheizt werden, wenn man ihnen erlaubt, eine komplexe biologische Fragestellung ohne brauchbare Hypothese mit untauglicher unausgegorener Methodik zu untersuchen.

  3. Kleien Anmerkung: So viele Zoologenstellen wie dieses Jahr habe ich noch nie gesehen. Das sind mehr als die Jahre zuvor zusammengezählt. Aktuell, sind falls ich mich nicht täusche 2 ausgeschrieben. Und es waren noch welche während dem Jahr.

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