Akademischer Dadaismus.

Der hier besprochene Artikel aus der Bernerzeitung online ist für sich gesehen belanglos. Das Thema meines Blogeintrages ist die Wortfurzerei, mit denen Akademiker heutzutags ihre klägliche Existenz garnieren.

Da hat eine Frau nichts weiter als eine Diss geschrieben und ein bisschen postdoc studiert und schon ist sie Expertin für eine grosse militärische Operation in Westafrika. Ihre Qualifikation besteht nicht etwa aus intimer und vor Ort erarbeiteter Kenntnis der Materie, sondern laut Bernerzeitung aus folgendem Wust von nicht interpretierbaren, lose aneinander gehängten Wörtern:

Dr. Andrea Baumann … Center for Security Studies (CSS) der ETH Zürich … Transatlantic Postdoctoral Fellowship in International Relations and Security (TAPIR) am Center for Transatlantic Relations der Johns Hopkins Universität (School of Advanced International Studies) in Washington D.C. … Norwegischen Institut für Militärstudien (IFS) in Oslo zu Militärinterventionen und multilateralem Krisenmanagement… Internationale Beziehungen in Oxford … Genfer Hochschulinstitut für Internationale Studien … Doktorat an der Universität Oxford mit einer Dissertation über zivil-militärische Zusammenarbeit in Afghanistan …

Wer will so eine im Ernst anstellen und ihr einen Lohn zahlen ausserhalb staatlich subventionierter Bürokratitis?

Da sind meine Berner Studienkollegen noch gut dran wenn sie bei der Stellensuche ein Dossier einzureichen haben, überschrieben mit einem Wortwurm von lauterem Chüeplütter-Englisch: „MSc in Ecology and Evolution with special qualification in Plant Ecology“.

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