Der Rauschabstand…

Empirisch erkennbar ist die Erde seit mindestens 10 Jahren nicht mehr wärmer geworden (vergleiche das Klimadiagramm von Watts in der linken Seitenleiste). Allerdings trauen dem Augenschein nur die allzu blöden, die Signal nicht von Rauschen unterscheiden können. Das jedenfalls ist das derzeit modische Argument aus den Computerlabors der Klima-Alarmiker.

Ich zeige darum meinen jungen Lesern, was passiert, wenn der Rauschabstand zu klein wird.

Mein Kräutergarten Ende Oktober

Blöd bin ich selber schliesslich nicht. Ich erkenne auf dieser Foto was wirklich drauf ist. Das ist nämlich mein Kräutergarten. Rechts im Bild schiesst der Majoran. In der Mitte wurzelt ein kräftiger Busch von Salbei, links auf dem Kiesbeet habe ich Thymian und Oregano frisch gepflanzt und davor in der Erde kämpft Maggikraut um mehr Licht. Wer das nicht merkt, der hat sich einfach von dem verflixten dahergeschneiten Rauschen ablenken lassen und hat die Sache nur nicht mit dem richtigen Blick angeschaut.

Nämlich, wenn hier am 28. Oktober 2012 15cm Schnee in meinem Garten liegen, dann ist das nur das Rauschen der Wetterkapriolen und noch lange nicht ein Signal für die längst bewiesene globale Erwärmung. Man muss das Diagramm von Watts nur richtig anschauen, dann merkt auch der dummste, dass es nämlich gar nicht wahr ist, dass die Welt seit 10 Jahren nicht mehr wärmer wurde.

Die Moral von dieser Geschichte, besteht aus einer Frage. Wird die Erde wärmer, wenn die Auswertung sämtlicher verfügbarer Messtationen aus den letzten 23 Jahren zeigt, dass die globale Temperatur seit 10 Jahren nicht mehr steigt?

Diese meine Frage ist in keiner Weise rethorisch gemeint, sondern zeigt das Dilemma jedes modernen Naturwissenschafters: Er muss die verfügbaren Daten im Zusammenhang interpretieren. Diese Interpretation ist abhängig von seiner eigenen Kenntnis, seiner Ausbildung, dem was er früher schon gesehen, gehört, nachgedacht hat. Konsens gibt es keinen in der Empirie, nur die Interpretation der Daten jedes einzelnen Wissenschafters.

Wenn wir nämlich zu fünft zusammen diese Foto anschauen und palavern und am Schluss einen Konsens finden, so wissen wir noch immer nicht, ob unter all dem Schnee wirklich nichts als Küchenkräuter und Kies und Erde begraben liegen. Die Bildung eines Konsens ist ein gesellschaftliches Ereignis, das Ergebnis eines politischen Prozesses, per definitionem. Wer aus einem „Klimakonsens“ so etwas wie wissenschaftliche Empirie macht, der ist als Hochstapler und Blender zu qualifizieren.

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8 Gedanken zu „Der Rauschabstand…

  1. @Hansli
    Jetzt schreibst Du vom Intervall 1998 bis 2011. Das sind 14 Jahre. Wenn man also danach fragt, ob in den letzten 10 Jahren (das hiesse 2002 bis 2011) wärmer geworden ist, dann müssen wir schon etwas mehr über die Stochastik der Zeitreihen und über allfällige tieferfrequente Hintergrundsignale wissen.

    Die Behauptung der Klima-Konsensiker ist, dass die Erde sich nach wie vor erwärmt. Die empirischen Daten zeigen, dass sie sich seit mindestens 10 Jahren nicht mehr erwärmt hat. Unabhängig davon wie warm oder weniger warm diese 10 Jahre waren, es ist einfach nicht mehr wärmer geworden.

    Daraufhin wurde das Argument vorgetragen, man müsse Signal von Rauschen unterscheiden. Nur so können man erkennen, wie sich die Erde noch immer erwärme.

    Ich habe an dieser Stelle einzig zu illustrieren versucht, wie denn „Rauschabstand“ eigentlich in der realen Lebenswelt aussieht – jenseits der technischen Signalübertragung.

  2. Inzwischen sind 25cm Neuschnee gefallen in 24 Stunden. Selbstverständlich habe ich volles Vertrauen in das sich unabdingbar erwärmende Klima und werde in drei Wochen noch drei Kilo Ochsenherztomaten ernten. Ich freue mich, super.

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