Jedem seine eigene Lüge.

Wieviel Futtermittel importiert die Schweiz, wie hoch ist der schweizerische Selbstversorgungsgrad? Fressen unsere Kühe vor allem unser eigen Futter oder das ausländische?

Im Politblog in der Bernerzeitung von heute darf ein Grüner Nationalrat Balthasar Glättli die Viertelwahrheit der linksextremen Zürcher Wochenzeitung WOZ wiederholen. Ohne konkrete Quellen zu nennen, stellt er die irre Behauptung auf, die Schweiz täte in Brasilien noch einmal die sechsfache Ackerfläche ihrer eigenen verbrauchen, um die hiesigen Kühe mästen zu können.

Dazu mein von der Bernerzeitung zensierte Kommentar im Politiblog von heute:

In Beantwortung der einfachen Anfrage von Frau SP-Nationalrat Hildegard Fässler finden wir in der Auskunft des Bundesrates folgende Zahlen für das Jahr 2007:

Der Nahrungsmittelverbrauch der Schweiz beträgt 38 731 Terajoule, die Brutto-Inlandproduktion total 23 538 Terajoule.
Die importierten Futtermittel machten 2483 Terajoule aus. Demnach entsprechen die importierten Futtermittel 2.4 PJ/(23.5PJ-2.4PJ)=11% der inländischen aus der Photosynthese gewonnenen Nettoproduktion.

Zu den importieren Futtermitteln gehören im übrigen nicht nur Soja aus Brasilien sondern genauso Heu aus Frankreich oder Deutschland.

Der Blogeintrag von Balthasar Glättli ist demnach einzureihen unter den Stichwörtern Lüge, Demagogie, Desinformation.

Die Wortmeldung dieses Grünen Nationalrates zeigt exemplarisch das übliche Vorgehen in der ökofaschistischen Propagandaschlacht: Man nimmt eine nebensächliche Problemstellung (11% Zusatzimporte zur gesamten inländischen Produktion) bläst diese mit viel heisser Luft auf das 36-fache auf, macht aus einem sechstel ein sechsfaches und streut das Gerücht.

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7 Gedanken zu „Jedem seine eigene Lüge.

  1. @Hansli,

    Der von Ihnen angegebene Link führt zu einem stimmungsvollen Bericht über die schweizerische Landwirtschaft. Die Zahlen betreffen die Steigerung der Milchleistung und die Menge des importierten Soja (250’000 Tonnen, entspricht der Zahl die Nationalrat Glättli nennt). Hingegen gibt es keine Verhältniszahl zum hier produzierten Tierfutter.

    Der Mensch lebt nicht vom Soja allein. Was ich sagen will: Wenn die brasilianischen Bauern langweiligen Soja für viel Geld an die dummen Schweizer verkaufen und dafür ganz viel Mais, Reis und Härdöpfel kaufen können, was hat dann der einfältige Balthasar dagegen?

  2. Ich habe keine Ahnung. Die Links-Grüne Kleinbauernlandwirtschaft funktioniert nirgends. Das sollten die wissen, schliesslich subventionieren wir diesen Blödsinn hier.

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