Zeit für klare Entscheide.

General Electric bietet einen modernen Reaktor an mit passiven Sicherheitssystemen, die in den ersten 72 Stunden nach einem Unglück keinerlei menschliches Eingreifen benötigen, unabhängig von computerisierten Steuerungen oder einer Notenergieversorgung für das Herunterfahren des Reaktors auskommt. Die einzige vernüftige Entscheidung ist, 20 Milliarden Franken in die Hand zu nehmen, ein modernes, zukunftsfähiges AKW Mühleberg 2 zu bauen, das die vierfache Leistung des aktuellen AKW bietet (1600 MW statt heute 370MW) und zu niedrigeren Kosten.

Das Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat hat gemäss Bernzerzeitung einen weiteren sehr technischen Entscheid zum AKW Mühleberg gefällt. Das AKW sei erdbebensicher. Dessetwegen ist aber noch lange nicht alles in Butter und die BKW müssen weiter sich bemühen um Berichte und umfassende Sicherheitsprojekte, die gemäss Bundesgericht bis Juni 2013 vorliegen müssen. Das AKW Mühleberg ist alt, seine Sicherheitssysteme wurden immer wieder von neuem angepasst und erweitert. Die Frage ist dennoch, ob sich das immer neue weiterbasteln denn lohnt. Genau darum bin ich für den Bau von Mühleberg 2.

AKW können unseren ungebremsten Hunger nach elektrischer Energie befriedigen und zwar landschaftschonend, ohne den Verschleiss an Kulturland für den Bau von Windrädern, ohne die hochgiftigen [!] und unrentablen Solarzellen, ohne den letzten Bächlein das Wasser abzugraben. Und wem das altbackene Argument wichtig ist: Der Betrieb von AKW entlässt im grossen ganzen am wenigsten CO2 in die Atmosphäre.

Huch, ich höre schon wieder „Fukushima“. Fukushima wurde in einem Gebiet gebaut, wo alle 30 Jahre ein Tsunami mit 10 m hohen Flutwellen kommt und von einem 8 m hohen Damm geschützt. Im Verlauf von 40 Jahren Betriebszeit wurde auf die Modernisierung der Sicherheitssysteme verichtet. Wenn die Japaner also Mist bauen, heisst das noch lange nicht, dass unsere Behörden und Kraftwerksbetreiber blöd sind.

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2 Gedanken zu „Zeit für klare Entscheide.

  1. Die Kraftwerksbetreiber sind Renditegeil und ganz sicher nicht blöd. Für die Rendite wird bekanntlich alles geopfert und Sicherheit kostet. Mein Vertrauen ist da 0,0.
    Abgesehen davon ist die Atomkraft die höchstsubventionierte Energieform. Weltweit kein einziges Atomkraftwerksbau privat finanziert.

  2. Der Staat Bern hält die Mehrheit der BKW-Aktien. Die BKW weisen pro Jahr einen Gewinn nach Steuern von 400 Millionen Franken aus. Sowohl die Steuereinnahmen wie auch der Grossteil der Gewinnausschüttungen gehen also an den Kanton. Die Hälfte davon wird mit dem AKW Mühleberg erwirtschaftet.

    Die SP-Baudirektorin Barbara Egger äussert öffentlich immer von neuem, dass die BKW das AKW Mühleberg abschalten solle. Das ist natürlich nichts als Heuchelei für die Wähler. Die SP gibt noch so gerne das viele Geld mit vollen Händen aus.

    Darum bin ich für den Bau eines modernen, gut zu wartenden, mit standardisierten Bauteilen zusammengesetzten AKW mit den modernsten Sicherheitstechniken. Viermal soviel Strom produzieren, hiesse viermal so viel Gewinn und Steuereinnahmen erringen für den Kanton Bern. Das alles wäre mit dem AKW Mühleberg 2 zu verwirklichen.

    Wir hätten locker eine halbe Milliarde mehr in der Kasse, würden nicht mehr bei den anderen Kantonen über den Finanzausgleich betteln und hätten endlich genug Geld, um für die Uni genug fähige Professoren anzustellen.

    Ich finde, unser Kanton hat eine solche Einnahmequelle verdient, auch wenn ich nicht einverstanden bin, wofür die geldgeilen SP-wählenden Säcke in den Amtsstuben dieses Geld verpulvern wollen.

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