Regresé con ilusiónes.

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Im Ökologiestudium starb anderes zuvor.

„The Thrill is Gone“ – Aretha Franklin


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Auffällig, wieviele junge Profi dabei sind, solche zwischen 25 und 32. Sie haben eine akademische Ausbildung als Ökologen hinter sich, arbeiten jetzt in Umweltbüros. Dort, oh Schreck, fehlen ihnen die einfachsten Grundlagen. Also kommen sie und holen es nach – in einem Kurs für Naturliebhaber und Laien, unter der Schirmherrschaft des Schweizerische Vogelschutzverbandes.

In allen Universitätskantonen schreiben die Universitätsgesetze vor, dass ihre Hochschule eine Berufsausbildung bieten solle. Das pseudoelitäre Gehabe des Uni-Establishments von wegen „Grundlagenforschung“ straft sich selber. Die Peinlichkeiten wiederholen sich quer durch die ganze Deutschschweiz. Augenscheinlich überbietet die eine Universität die andere, wenn es um die Lückenhaftigkeit und den Unsinn bei den Studiengängen für Ökologen geht.

So kommt es, dass Private in die Lücke springen und einen gut gemachten Einstieg bieten. Der schöne Vorteil von dem ganzen: Alle hier, die Profi, die Rentner, die Naturliebhaber sind voller Begeisterung dabei, aufmerksam. Jeder hat die Nase zuvorderst. Alle stellen Fragen. Niemand scheut sich, das Material in die Hand zu nehmen und genau unter die Lupe zu nehmen. Eine schöne Abwechslung für mich ist das. Seit langem zum ersten mal, bin ich nicht der einzige, der wirklich dranbleibt!

Ich habe spannende Monate vor mir. Intensiv ist der Wissensaustausch unter den Teilnehmern. Die einen kennen die Vögel, die anderen die Schmetterlinge. Welche arbeiten in Ämtern und berichten über den aktuellen Vollzug von Umweltvorschriften und wieder andere sind von Beruf an anspruchsvollen Planungsaufgaben beiteiligt. Auffällig ist einzig: Bisher ist kein Teilnehmer dabe, der Details über Geologie und Böden unserer Exkursionsorte zu berichten wüsste. Vielleicht sollte ich das aus meinem früheren Studium auffrischen und mir mehr zutrauen für die Pausengespräche.

Schade ist es für meine jungen Studienkollegen an der Uni, denen man wichtiges Wissen vorenthält. Vielleicht kommt ja unsere Uni auf die Idee, macht sich nützlich und vergibt ein paar dringend notwendige Lehraufträge.

Noch ein Video, zum Spass, für die es nötig haben.

Ray Charles schaute aus Freude vorbei und Aretha Franklin schleppt ihn für die Reprise auf die Bühne.

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