Subventionstechnik.

Gestern war ich an der Mitgliederversammlung unserer Schwellenkorporation. Diese muss hier den Hochwasserschutz, Flussverbauungen, Räumung von Gerinneeinhängen bewältigen. Ich bekomme eine Lektion in Subventionstechnik. Wir hatten nach dem letzten grossen Unwetter einen Hochwasserschaden übersehen. Das sind ein paar 10’000 Franken, die wir jetzt selber zahlen müssten. Wir sind geschickt und lassen nicht einfach einen Schaden reparieren, sondern wir verkaufen den bornierten, grün und links wählenden Naturromantikern aus den Städten eine Flussrenaturierung. Wir sitzen also in dem Ratszimmer zusammen und einstimmig, mit Hand aufhalten, bewilligen wir grosszügig mehrere hunderttausend Franken Geld, das nicht unser Geld ist. Auf diese Weise können wir dann ein paar tausend Kosten von unserem eigenen Geld für eine Unterhaltsreparatur sparen.

Als Mitglied der Schwellenkorporation bin ich natürlich stolz auf unseren Präsidenten, der alle Verhandlungszüge beherrscht, um möglichst viele Kosten auf andere abzuwälzen und alle Schubladen kennt, aus denen man sonst noch Subventionen hervorzaubern kann. Als Steuerzahler und Staatsbürger bin ich entsetzt. Da geben Steuerzahler aus Bund und Kanton hunderttausende her für ein Projekt, dessen Nutzen ich als Biologe und Ökologe nicht erkennen kann. Ich erkläre meine fachlichen Einwände für das Fachpublikum:

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Das Füfi und Weggli-Gesetz.

Während ich vor mich hin sinne, was sich die Schweizer wohl gedacht haben, als sie dem neuen Energiegesetz zustimmten, finde ich auch schon die Lösung, wie die Parlamentarier sich das vorstellen. Die eidgenössischen Räte wollen Versorgungssicherheit schaffen, indem sie die Stromproduktion unter ein eidgenössisches Zwangsregime stellen.

Man kann das Energiegesetz unter mindestens drei Gesichtspunkten sehen: Unerreichbare Ziele, Subventionswirtschaft, AKW-Verbot.

Vom Geldverteilen profitieren so viele Leute, dass es eigentlich nur Gewinner gibt – ausser dass wir alle die Rechnung zahlen. Mir ist aus der Vergangenheit keine Subventionswirtschaft bekannt, die nicht mit überbordender Bürokratie und kleinlichen Eingriffen in alltägliche Freiheiten einhergeht. Dafür dürfen die Jungen dann wieder demolierend durch die Städte ziehen und „Freiraum“ verlangen.

Das AKW-Verbot macht das Gesetz für sehr viele Leute spannend. Das Problem ist, dass den meisten nicht klar ist, dass wir 20 Terawattstunden pro Jahr an Atomstrom produzieren und verbrauchen und dass das huerendammi viel ist.

Was mir aber am meisten zu denken gibt, sind die nicht erreichbaren Ziele. Wie kommt es, dass sich die sonst so nüchternen Schweizer in Füfi-und-Weggli-Gesetz andrehen lassen?

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Nachgerechnet.

Laurina Waltersperger in der „Schweiz am Wochenende“, 13./14. Mai 2017, hat sich die Mühe gemacht und nachgehakt: Der Tesla von Frau Bundesrat Doris „Bibi“ Leuthard verbrauchte im Jahr 2016 9436 kWh. Das ist der Energieverbrauch von drei durchschnittlichen Haushalten zu 3 Mitgliedern in einem schweizerischen Mehrfamilienhaus.

Wollten die Schweizer ihre sechs Millionen Autos mit Elektromobilen ersetzen, so bräuchten wir zusätzlich 15 Terrawattstunden Strom. Das ist die Stromproduktion der beiden AKW Gösgen und Leibstadt zusammen. Diese Zahlen ergeben sich aus den übrigen Angaben, die Laurina Waltersperger in ihrem Artikel nennt.

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Kategorie 3.

Ich repariere seit vielen Jahrzehnten so gut wie alle meine Geräte selber. Ausnahmen sind neue Geräte und wenn Garantie darauf ist. Das ganze wurde enorm wichtig, weil für die hochentwickelte Technik, die wir im Alltag gebrauchen, kaum noch Reparaturspezialisten in der Schweiz zu finden sind. Ersatzteillagerhaltung wird von den Herstellern vernachlässigt.

Als erfahrener Bastler und Reparateur habe ich gelernt, Probleme zu analysieren und Fehler zu finden. Sogar in der Autobranche, wo mit Reparaturen Milliardenbeträge umgesetzt werden, sind die Mechaniker viel zu oft am Ende ihrer Weisheit. Die ständigen Änderungen an der Technik überfordern sie. Da kann man tausende Franken sparen, wenn man dem Automech über die Schultern zu schaut und rechtzeitig merkt, wenn der sich verrennt.

Ich weiss, wie die Dinge kaputt gehen. Darum kann ich auch viel gezielter einkaufen und auf Langlebigkeit, Repaturfreundlichkeit schauen. So kaufe ich zu PC und Digitalkamera frühzeitig Ersatzteile und lagere sie bei mir ein. Ich schaue vor dem Kauf schon nach, ob der Hersteller das Wartungshandbuch im Internet zum download bereithält und unterhalte eine umfangreiche Bibliothek an Wartungshandbüchern.

Das ganze hat zur Folge, dass ich informierte Reklamationen durchführe. Wenn ich einem Kundendienst telefoniere, so habe ich das Problem identifiziert, die Technik verstanden, weiss was ich brauche, weiss was ich verlangen darf und ich erwarte einen kompetenten, informierten Gesprächspartner, der weiss wer in seiner Firma das Problem lösen wird.

Vor diesem Erfahrungshintergrund fällt speziell auf, wie komplett untauglich die Universität Bern mit Reklamationen umgeht. Die Uni Bern ist überhaupt nicht eingerichtet, um Fehler in der Lehre zu erkennen und Probleme zu lösen.

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Danke!

Danke allen, die ich in den letzten zwei Wochen begleiten durfte!

Sechs Tage in zwei Wochen, vier verschiedene Übernachtungsorte, sieben Exkursionstandorte, drei Kantone, eine richtige roadshow über mehr als 400 km, quer durch die halbe Schweiz — das war die Gebirgswaldexkursion mit den Masterstudenten von der ETH.

Junge, lebendige, senkrechte Studienkollegen, wie ich sie seit einem Jahr kennenlernen durfte, die mir vertrauen, meine Fragen beantworten und nie an meiner Aufrichtigkeit zweifeln, mehr und besseres könnte ich nirgends finden.

Vielen Dank, ich bin gerührt.

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fun!

Hier werden Professoren gegrillt! Das Wort stammt nicht von mir, sondern von einem der jungen Studenten.

In Zweiergruppen sollen die Studenten einen Zusammenfassung erstellen, einen Fragebogen ausfüllen, Antwort geben darauf, was das Waldwachstum in der obermontanen Stufe begrenzt. Das ganze sieht harmlos aus. Die vierzehn jungen Leute sind längst vor den vorgegebenen 5 Minuten fertig und sollen Antworten in die Diskussion werfen.

Schon der erste der Studenten geht aufs ganze: Er gibt mutig genug eine Antwort, die gar nicht gefragt war.

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Oh yes, we can!

Kurzerhand habe ich den ganzen Mykolgiekurs der Uni Bern mitsamt der leitenden Privatdozentin bei mir einquartiert. So kann das Feldpraktikum ungestört durchgeführt werden. Hier sind wir nun, sitzen am Tisch beim Pilzrisotto. Mit leuchtenden Augen und glänzenden Wangen fragt die eine der Studentinnen, eine nach der anderen ihrer Kolleginnen in der Runde „Was ist es, was Dich beim Studium im Herzen bewegt?“

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Die simple 1:1 Regel

Im neuen Energiegesetz geht es um Subventionen. Alle spekulieren darauf, dass sie selber davon profitieren können. Die Gewerbler meinen, sie bekämen dann viele, viele Fränkli für den Bau von Sonnendächern, Windredli, Kleinkraftwerken, Biogasanlagen, weiss der Kuckkuck was alles. Sie übersehen das entscheidende:
Es gibt bei den Staatsausgaben eine simple 1:1 Regel. Für jeden Franken, den der Staat ausgibt für Schulen, Strassen, Spitäler, braucht er einen zweiten Franken, um diesen ersten Franken zu verwalten und um ihn einzukassieren.

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Der Super-GAU der 80er Jahre Pädagogik.

In den 80er Jahren wurde bei den links-alternativen Lehrern die Vorstellung populär gemacht, dass Schüler alles selber herausfinden und selber erfahren sollen. Grosse Schlagworte der damaligen Lehrpläne waren „Werkstattunterricht“ anstatt Frontalunterricht, „Arbeitsblätter“ anstatt Schulbücher.

Dass diese komplett veraltete 80er-Jahre-Selbsterfahrungspädagogik nicht funktioniert, wissen wir mindestens seit dem Scheitern des Zahlenbuches, wo heiteres Zahlenraten vermittelt wurde. Die Lehrer mussten anfang Nullerjahr selber einen funktionierenden Mathematikunterricht improvisieren, wenn sie den Drittklässlern Bruchrechnen beibringen wollten. Dennoch wird diese Ideologie in das starre, durchbürokratisierte Korsett des Lehrplan 21 gezwängt. Jürg Jegge mit seinem Buch „Dummheist ist lernbar“ war Ende 70er Jahre der grosse Vorreiter dieser von Ideologie getriebenen Zerstörung unserer funktionierenden Volksschulen.

Just in diesem Moment wird der Skandal um die pädokriminellen Ausschweifungen des Lehreridols Jürg Jegge öffentlich. In seinem Interview mit der „Schweiz am Wochenende“ und in der „Bernerzeitung“ gibt Jürg Jegge die Taten zu. Wie gewöhnlich bei solchen Tätern, rationalisiert er mit, er habe das beste für die Buben gewollt.

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