Hirnschiss!

Es geht heute um den Lehrplan 21 – Volksschulen also. Ich mache an dieser Stelle Werbung für die kantonal bernische Volksinitiative “Demokratische Mitsprache – Lehrpläne vors Volk”. Bis 21. Juli 2016 müssen 15’000 Unterschriften gesammelt werden.

Also, liebe Leser, allez hopp, ladet den Unterschriftenbogen herunter! Druckt aus, unterschreibt, klebt die Marke darauf und ab die Post!

Downloads, zum Herunterladen anklicken bitte:
Unterschriftenbogen auf Deutsch
Unterschriftenbogen auf Französisch

Neue Lehrpläne sollen nicht mehr von der Erziehungsdirektion eigenmächtig beschlossen und den Volksschulen übergestülpt werden. Sie müssen zwingend vom Parlament beraten, korrigiert, beschlossen und dem fakultativen Referendum unterstellt werden. Das verlangt die Initiative.

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Der Satz des Pythagoras.

Richtig, da war doch dieser Alte da unten in Kalabrien, damals besiedelt von Griechen, aber wer weiss, vielleicht war das auch damals schon so eine lusche Sache, wo man nie recht wusste, ob das Gesetz für Ordnung sorgt oder dann doch eher die Omerta. Jedenfalls wissen wir so gut wie nichts über diesen Pythagoras. Wer also will schon wissen, ob seine Schüler wirklich den Satz des Pythagoras gelehrt bekamen oder doch eher nur mit politischer Aufwiegelei und sektiererischem Frömmlertum ihre Zeit vertaten? Soll doch einer daherkommen und dem schweizerischen Bundesgericht beweisen, dass schon vor 2500 Jahren die Länge der Hypothenuse im gleichen Verhältnis zu den Katheten standen wie heute auch! Ich für meinen Teil bin jedenfalls an dieser Beweisaufgabe grandios gescheitert!

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Frei im Denken!

Der ETH-Professor stellt mich jedem vor, Kollegen, Personal, andere Studenten mit: “Das ist der Jürg, er ist hier der Asylant, auf der Flucht vor der Uni Bern.”
Das ist die Kurzfassung und sie gefällt mir.

An der ETH kann ich mich in Waldökologie vertiefen, mir das Wissen aneignen, das ich in Bern brauche, um dort erfolgreich meine Diplomarbeit durchzuführen. Mir gefällt, wie die Professoren an der ETH engagiert unterrichten. Mir gefällt das Selbstbewusstsein der Studenten, die Fragen stellen, nicht locker lassen, wenn etwas nicht aufgeht im Unterricht. Nichts steht ihnen im Weg, wenn sie schliesslich klare Vorstellungen von ihrer beruflichen Zukunft entwickeln.

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Wozu das ganze?

Was ist das Studienziel im Fach Biologie an der Uni Bern?

Denkt die Uni Bern überhaupts darüber nach, wozu sie ganz allgemein Studenten ausbildet? Was sind die veröffentlichten Meinungen dazu? Die Uni äussert sich zu den Medizinstudenten. Sie will gute Ärzte ausbilden. Das erfahren wir ab und zu. Bei sämtlichen anderen Studienrichtungen schweigt die Universität Bern.

Wenn es um die berufliche Zukunft ihrer Absolventen geht, gibt sie ein Bild schnoddriger Überheblichkeit. Das wird umso auffälliger, wenn man das mit dem Interview mit der ETH-Rektorin Sarah Springman vergleicht.

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Danke!

Danke allen, die ich in den letzten zwei Wochen begleiten durfte!

Sechs Tage in zwei Wochen, vier verschiedene Übernachtungsorte, sieben Exkursionstandorte, drei Kantone, eine richtige roadshow über mehr als 400 km, quer durch die halbe Schweiz — das war die Gebirgswaldexkursion mit den Masterstudenten von der ETH.

Junge, lebendige, senkrechte Studienkollegen, wie ich sie seit einem Jahr kennenlernen durfte, die mir vertrauen, meine Fragen beantworten und nie an meiner Aufrichtigkeit zweifeln, mehr und besseres könnte ich nirgends finden.

Vielen Dank, ich bin gerührt.

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failsafe

Die Studentin kommt zu mir mit “Du als Botaniker”, zeigt mir ein Zweigende von einer Weisstanne, wir rätseln, ob der kleinen braunen Chnubel, die da auf der Zweigunterseite zwischen den Nadeln hervorstehen, ob das neue männliche Zäpfchen von diesem Jahr sind oder solche vom letzten Jahr. Man bekommt diese nicht jeden Tag zu sehen und diese Sorte Details, wann hatten wir das im Unterricht?

Männliche Blüten der Weisstanne. 1) Zweig von 2013, verblühte Blüten von 2014. 2) Zweigspitze von 2014, neue Zäpfchen für dieses Frühjahr 2015. 3) Zweigknospe für den Frühling 2015

Männliche Blüten der Weisstanne. 1) Zweig von 2013, verblühte Blüten von 2014. 2) Zweigspitze von 2014, neue Zäpfchen für dieses Frühjahr 2015. 3) Zweigknospe für den Frühling 2015

Schneebruch im Herbst und Winterstürme hatten in dieser Waldabteilung am Eschenberg gewütet. Kubikmeterweise wurden die Wipfel von 30 Meter hohen Weisstannen weggebrochen und zu Boden geschleudert. Dazwischen Zweige, Äste aller Grössen. Ich verspreche, der Sache nachzugehen und in meiner umfangreichen Privatbibliothek nachzuforschen.

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fun!

Hier werden Professoren gegrillt! Das Wort stammt nicht von mir, sondern von einem der jungen Studenten.

In Zweiergruppen sollen die Studenten einen Zusammenfassung erstellen, einen Fragebogen ausfüllen, Antwort geben darauf, was das Waldwachstum in der obermontanen Stufe begrenzt. Das ganze sieht harmlos aus. Die vierzehn jungen Leute sind längst vor den vorgegebenen 5 Minuten fertig und sollen Antworten in die Diskussion werfen.

Schon der erste der Studenten geht aufs ganze: Er gibt mutig genug eine Antwort, die gar nicht gefragt war.

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Oh yes, we can!

Kurzerhand habe ich den ganzen Mykolgiekurs der Uni Bern mitsamt der leitenden Privatdozentin bei mir einquartiert. So kann das Feldpraktikum ungestört durchgeführt werden. Hier sind wir nun, sitzen am Tisch beim Pilzrisotto. Mit leuchtenden Augen und glänzenden Wangen fragt die eine der Studentinnen, eine nach der anderen ihrer Kolleginnen in der Runde “Was ist es, was Dich beim Studium im Herzen bewegt?”

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Der Pate.

Die akademische Studienwelt wird grad von der grossen Geschichte um die gekauften Master- und Doktorarbeiten aufgewühlt. Die HSG St. Gallen hat Strafanzeige gegen unbekannt eingereicht. Fürsprecher Dr. iur Christoph Pappa, Generalsekretär reichte namens der Uni Bern eine Strafanzeige gegen die Firma Acad Write aus Kloten ein.

Überhaupt nicht verwundert bin ich ob der Feststellung, dass bei den Jus-Studenten jeder zweite seine Masterarbeit einkauft. Mir fällt seit vielen Jahren schon auf, dass Richter und Bernische Verwaltungsjuristen auf jedwelche intellektuellen Eigenleistungen verzichten. Das ganze wird immer schlimmer. Sie kopieren was das Zeug hält, meistens ohne überhaupt die Quellen zu erwähnen. Immer wieder stosse ich zufällig auf die Quellen von solchen Plagiaten.

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Wutbürger

Ab sofort bin ich amtlich beglaubigter Wutbürger.

Das hier ist erst der Anfang. Und wer den Kopf in den Sand stecken will, diese Männer haben einfach getan, was bei ihnen zu hause normal, alltäglich und anständig ist. Die Frage ist einzig noch, ob wir uns in deren Welt integrieren wollen und ob wir uns mit dem Geschwafel unserer Schönwetter-Bundesräte zufrieden geben.

Die nächste Gelegenheit, sich zu äussern, ist die Volksabstimmung vom 28. Februar.